Elektrosmog unterm Weihnachtsbaum
Elektromagnetische Strahlung und ihre Wirkung auf Tiere und Pflanzen ist ein heiß diskutiertes Thema, zu dem praktisch jeder eine Meinung hat, ob die sich nun wissenschaftlich begründen lässt oder nicht. Ob vom Handy in der Hosentasche, vom Radiowecker auf dem Nachttisch oder dem Sendemasten auf dem Hausdach: Überall in unserem Umfeld sind mehr oder weniger starke elektromagnetische Felder meßbar. Und was das so genau mit uns anstellt ist immer noch unklar.
Unumstritten ist allenfalls die Tatsache, dass sich Vögel, Reptilien und Fische auf ihren Wanderungen an dem ziemlich schwachen Magnetfeld der Erde orientieren können. Über das Magnetfeld in einem voll besetzten Omnibus, in dem 25 Teenager gleichzeitig mobil telefonieren, macht man sich besser nicht allzuviele Gedanken.
Seriöse Studien über die Auswirkungen auf Tier und Mensch sind immer noch Mangelware, so gab es zum Beispiel vor einigen Jahren Untersuchungen der Universität Essen, bei der die Forscher festgestellt haben wollen, daß sich Kühe auf der Weide nach dem Magnetfeld ausrichten – wenn keine Stromleitungen in der Nähe sind. Andere Wissenschaftler kamen bei einer Überprüfung der Ergebnisse aus Essen allerdings zu dem Schluss, dass das wohl Unfug sei. Trotzdem geistern die „Magnetischen Kühe“ seitdem weiter durch die Presselandschaft.
Diagnose-Funk ist eine Umwelt- und Verbraucherorganisation, die sich für den Schutz vor elektromagnetischen Feldern und Strahlung einsetzt. Dort gibt es allerlei Studien und Aufsätze zum Thema Elektrosmog, über deren Seriosität sich jeder selbst ein Bild machen kann.
Momentan findet man dort einen Bericht über Auswirkungen der Hochfrequenzstrahlung von Sendeanlagen auf Straßenbäume, und einen brandaktuellen Tipp für die Liebhaber der elektrischen Weihnachtsbaumbeleuchtung: Wie man seinen Weihnachtsbaum elektromagnetisch „entschärfen“ kann.
In diesem Sinne, ich wünsche Euch stressfreie Feiertage!
Armin Dahl